Peigener Dorfweihnacht
Wo das Echte seine Herberge fand
Tannengrün und Lichterglanz:
Peigener veranstalten Adventsfeier für einen guten Zweck "Dorfweihnacht" - Hunderte vo Besuchern lasen die flackernden Lettern aus 300 Teelichtern und konnten sich so bereits auf dem Weg zum
Dorfplatz auf den samstäglichen Adventsabend einstimmen. In der Tat luden die liebevollen Arrangements aus Tannengrün und Fichtenholz, mit denen Stände und Bühnen gebaut waren, zur
vorweihnachtlichen Besinnung.
Pfarrer Johann Ammer verzieh gerne die verbale Vorwegnahme des Christfestes, als er erfuhr, dass der Erlös für einen guten Zweck, die Kinderhilfe Bolivien, bestimmt war. Auch dem Geistlichen
sagte die Schlichtheit des Adventsmarktes zu, wenn man das aus der Dauer seiner Anwesenheit schließen darf. Hatten es die vielen Freiwilligen der Dorfgemeinschaft doch verstanden, in zweitägiger
Vorarbeit eine Art Waldstube im Freien zu gestalten, eine Besondere gar, da völlig kitschfrei, nur mit dem Schönen, das die Natur gewährt, dekoriert. Tannengrün, illuminiert durch Lichterglanz.
Im großen Halbkreis versammelten dich die Dorfbewohner hinter zwei Feuerkörben, als von der Bühne der Peigener Chor (Leitung: Rudi Scharl) "Wer klopfet an" mit Franz Schott als krurrigen Wirt
intonierte und auch mit weiteren Liedern die Weihnachtsgeschichte lebendig werden ließ.
Helmut Lau, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, freute sich über die große Besucherschar und betonte die beiden guten Gründe für das vorweihnachtliche Fest: Besinnung in Gemeinsamkeit und die
Möglichkeit, Ärmeren in der Welt etwas spenden zu können. In diesem Sinne wollte er auch einen Appell verstanden wissen, an Punschstand, Suppenkessel, Würstlgrill und Plätzchentheke fleißig zu
konsumieren. - Sein Aufruf war so erfolgreich, dass sich binnen einer Stunde bereits die Nachschubfrage stellte. Kosmetik, Tees, Keramikhandwerk, Honigprodukte und Stricksocken fanden ebenfalls
Ihren Absatz.
Nicht fehlen durfte selbstverständlich der Nikolaus und der Krampus nebst himmlischem Gefolge. Gespannt schauten die Kinder in die Richtung, aus der der Kies und eine großgliedrige Kette
rasselte. Gerhard Sturany und Renate Klupp bildeten das schwenkende und strafende Gespann, Englein waren Andreas Scheuerer und seine kleine Schwester Kerstin.
Von Sylvia Christof
(Landauer Neue Presse)
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